Reisetage: 088-093
Diese Woche habe ich sehr viel erlebt, deshalb folgt nun ein kleiner Rückblick:
Ich habe an 4 Surfstunden teilgenommen und bin an einem Tag mit zwei anderen Gästen auf eigene Faust surfen gegangen. Dabei surften wir sowohl an Sand- als auch an Steinstränden. Am Donnerstag herrschte großes Unwetter auf Fuerteventura, welches jedoch erst dann richtige Ausmaße annahm, als unsere Gruppe bereits im Meer war – trotz roter Flagge, die, wie ich lernen sollte, aber nur das hilfsmittelfreie Schwimmen verbietet. An diesem Tag erlebte ich die herausfordernsten Bedingungen zum Surfen jemals: der Sturm sorgte für Querwellen, die uns immer wieder vom Bord warfen, für unglaublich starke Strömungen und für Sandböen am Strand, die das Laufen mit Bord fast unmöglich machten. Die Wellen waren mehrere Meter hoch und schienen in Zeitlupe zu brechen. Insgesamt konnte ich in dieser Woche jedoch einen starken Lernerfolg feststellen. Das Surfen bereitet mir wirklich viel Spaß und ich bin gespannt, wie weit ich es nach den vier Wochen hier gebracht habe.
Ich habe am Mittwoch eine riesige Brotpyramide für das wöchentliche Barbecue geschnitten und gebaut. Dieses BBQ ist immer eine schöne Sache: es läuft gute Musik oder irgendwer spielt Gitarre, es gibt vorzügliches Essen, man sitzt noch lange zusammen und spielt Karten und oft gehen kleinere Gruppen danach noch in die Stadt zum Feiern.
Wir waren an einem Abend selbst in einer Disco, in der drei unserer Surflehrer als DJ‘s aufgelegt haben und besuchten im Anschluss noch eine Karaoke-Bar. Die Party-Szene ist hier etwas bizarr, aber genau das macht es auch amüsant.
Außerdem habe ich immer wieder Ausflüge mit den Gästen gemacht: wir sind zu den Dünen gewandert, haben uns ein schönes Künstlerhaus angesehen und waren vereinzelt in Restaurants oder Bars am Strand.
Insgesamt verbringe ich tatsächlich mehr Zeit mit den, bis zu maximal 60, Gästen, bzw. einzelnen Gruppen davon, als mit den anderen Teamern. Das liegt vor allem aber daran, dass ich in den Surfstunden, an denen ich teilnehme, einfach sehr schnell guten Kontakt zu den Menschen aufbauen kann und man dort einfacher in’s Gespräch kommt. Da die meisten Urlauber jedoch nur eine Woche bleiben, ist es ein trauriger Wechsel der Gesprächs- und Ausflugspartner. Aber genau das sorgt eben für eine abwechslungsreiche Erfahrung hier, in der ich unglaublich viele Menschen kennenlerne. Schon nach dieser einen Woche halte ich Kontakt zu einzelnen nun ehemaligen Gästen.
























































