Reisetag: 015
Ein weiterer Klassiker wurde heute abgehakt: die Sonnenaufgangswanderung auf dem Pico do Areeiro. Unsanft riss mich mein Wecker um 4:30 Uhr aus dem Schlaf, sodass ich um kurz nach 6 Uhr gemeinsam mit Annika und Katharina von dem Shuttle Bus eingesammelt werden konnte. Nach circa einer Stunde Fahrt bergauf, in Richtung Inselmitte, wurden wir auf dem Gipfel abgesetzt und fanden uns in Eiseskälte auf einer verlassenen Straße in tiefdunkler Nacht wieder. Dank Mama mit Stirnlampe ausgerüstet, machten wir uns auf den Weg zur Aussichtsplattform.
Da sich jeder darauf verlassen hatte, dass sich der jeweils andere informieren würde, waren wir uns ein wenig unsicher, ob wir auf dem richtigen Weg waren. Da die Sonne aber erst um 08:09 Uhr aufgehen sollte, hatten wir noch circa eine Stunde Zeit und waren dankbar für Bewegung. Wir schlängelten uns an Felsen vorbei und stolperten im Dunklen das ein oder andere Mal über Geröll, bis wir an einem Geländer ankamen, dass die Aussichtsstelle abgrenzte. So langsam konnte man am Horizont die Dämmerung erkennen und uns folgten immer mehr Sonnenaufgangs-Jäger; wir waren also richtig. Der Himmel war komplett klar, was ein großer Glücksgriff war, da man hier oben auch häufig nur mit einer weißen Wand rechnen kann. Die einzigen Wolken, die den Himmel schmückten wurden langsam unter uns erkennbar und schlängelten sich durch die Felslandschaft. In erster Reihe sahen wir der Sonne beim Aufgehen zu, was ein Spektakel!! Es war einfach zauberhaft schön.
Viele hundert Fotos, Videos und Selfies später machten wir uns in der Morgensonne auf, zu einem Wanderweg, der zum Gipfen „Pico do Ruivo“ hinüberführt. Da es jüngst verheerende Brände gegeben hatte, war der Weg nur bis zu einem gewissen Punkt für die Öffentlichkeit zugänglich. Bis dorthin kraxelten wir die Felsen über die berühmte „Stairway to Heaven“ auf und ab, entdeckten Vögel, die sehr interessante froschartige Geräusche von sich gaben, und genossen die bombastische Aussicht.
Um kurz nach 12 Uhr nahmen wir den Shuttle zurück nach Hause, wo auf die beiden Mädels eine Touristen-Altstadtführung und auf mich das Bett wartete. Nach einem kleinen Nap telefonierte ich noch mit meinen lieben Großeltern, um mich mit ihnen auszutauschen. Für den Abend hatten die Mädels und ich uns noch zum Pizza-Essen verabredet und genossen so leckere Pizzen, Apfelkuchen und Eis. Ein würdiger Abschluss für dieses einzigartigen Tag!










































