Reisetag: 026
Auch heute stand das Arbeiten im Bungalow im Vordergrund. Ich rührte wieder einmal eine Menge Zement, Gips und Beton an, spachtelte im Dachgiebel herum und füllte Hauswand-Ecken aus. Vor allem das Füllen der Ecken erinnerte sich stark an das Bauen von Sandburgen am Strand, weil ich die Masse mit den Händen in jede kleine Ritze drücken musste.
Heute befand ich die Sonne als besonders störend. Das Bungalow steht so, dass man von circa 10 – 16 Uhr kompletter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, was zu gefühlten 30 Grad führen kann. Da ich heute mit Dieter vor allem an der Fassade des Hauses gearbeitet habe, besorgte ich mir zusätzlich ein Basecap und schmierte mich dick mit Sonnencreme ein. Trotzdem, die dauerhafte Hitze der Sonne stellte eine Belastung dar.
Ich schnitt ebenfalls Netze zur Stabilisierung der Ecken zu, die später von Dieter in die Wände gedrückt und zugespachtelt wurden.
Nach getaner Arbeit machten sich die beiden auf einen kleinen Ausflug zur Nachbarstadt “Madalena do Mar”, während ich versuchte einen Kuchen zu backen. Schon gestern hatte ich backen wollen, um Valin und Julia Willkommen zu heißen, die nach mehreren Tage zurück gekehrt waren. Am gestrigen Abend wäre es jedoch schlicht und einfach zu spät geworden.
Gestern Abend hatte ein freundlicher Nachbar eine riesige Tüte mit mehr als 50 Orangen und ungefähr gleich vielen Avocados vorbei gebracht, und so entschied ich mich für einen Schoko-Kuchen mit Orangen-Creme-Füllung.
Dieses Rezept war meine Inspiration:
Der Backprozess sollte sich als schwieriger als gedacht entpuppen. Die Orangen stellten sich als Mandarinen heraus, wir hatten nichts für die Creme da und der Kuchen ging nicht auf.. Trotzdem stand am Ende des Tages, auch dank Marie und Boyd, ein stolzer Kuchen mit Füllung und Schoko-Decke vor uns und wurde noch in der selben Nacht angeschnitten und probiert. Und er schmeckte sooo gut.. Viel Spaß beim Nachbacken!



