Reisetag: 004
Mein Tag begann auf steil bergauf führendem Pflasterstein, dem Weg zu einer jahrhundertealten Festung, die ich die letzten Tage bereits aus meinem Hostel beäugen konnte. Die Festung São João Baptista do Pico bietet einen wundervollen Blick hinunter auf Funchal und ein versteckt daneben gelegenes Cafè ist die Idylle selbst. Umrankt von Palmen, Salamandern und blauem Himmel genoss ich mein Frühstück mit Meer- und Burgblick.
Daraufhin schlängelte ich mich hinunter in die Altstadt Madeiras, vorbei an den Überreste des Wichteldorfes und der letzten Weihnachtsmarktstände, einer Kathedrale und vielen wundervoll blühenden Parks. Im Parque de Santa Catarina wurde ich bestimmt eine halbe Stunde von einer im der Sonne liegenden Steinwand voller Salamander aufgehalten. Eifrig versuchte ich die über 30 Tierchen auf Kamera zu bekommen.
Ich gönnte mir ein Eis und da heute der 06.01. ist, konnte ich dabei die 3 heiligen Königinnen und Gefolgschaft auf dem Hauptplatz beobachten, wie sie ihren anstehenden Auftritt noch ein letztes Mal probten. Das Ganze sah ziemlich ulkig aus und über das Blackfacing reden wir nicht.. Eine Menge anderer Madeirer trugen ebenfalls selbstgebastelte Kronen.
Um 16 Uhr war es dann schon Zeit für meine gebuchte Altstadtführung mit Katharina. Wie der Zufall es so wollte, war ich der einzige Gast und bekam eine Privatführung. Ich durfte viel über die Vergangenheit der Hafenstadt erfahren, über deren Könige, Piratenangriffe und Begeisterung für den polnischen Papst. Sie führte mich durch die Markthalle, mehrere Kirchen, ein altes Weingut und viele andere versteckte Ecken, deren Geschichte sie mir preisgab. Im Anschluss haben wir uns noch in einen besonders schön beleuchteten Park, den Stadtgarten Funchals, gesetzt und geplant, wie und womit wir die nächsten Tage gemeinsam verbringen möchten. Auf dem Hike des vorherigen Tages hatten wir nämlich feststellen können, dass wir beide noch ähnliche Punkte auf unserer To-Do Liste für Madeira stehen hatten.





