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Im östlichsten Zipfel

  • Beitrags-Kategorie:Madeira

Reisetag: 010

Heute war Sonntag – das bedeutet: ein weiterer Community Hike!

Diesmal sollte es ganz in den Osten nach São Lourenço gehen. Ich hatte vorher immer mal wieder etwas von diesem Fleckchen Madeiras gehört und wollte ihn nun unbedingt auch einmal selbst erleben. Erdmuthe und Kerstin sind ihn vor 5 Tagen entlang gewandert und hatten mich vor dem enormen Sturm auf dieser doch flachen Fläche gewarnt. Voll bepackt und auf alles vorbereitet fand ich mich also um 10 Uhr an meinem Abholort in Funchal ein, wo ich zusammen mit Katharina und James von Martin, einem digitalen Nomaden aus Österreich, mit dem Auto abgeholt wurde. Nach circa einer Dreiviertelstunde Fahrt trafen wir bei dem Rest der Gruppe ein, wir wurden wieder eindringlich aufgefordert, Jeden und Jede kennen zu lernen und los ging die heutige Wanderung. Zu Beginn sollte ich gleich Annika kennenlernen, eine Arbeitskollegin und Mitbewohnerin von Katharina, die genau wie sie als Freiwillige für ein Jahr hier auf Madeira arbeitet und lebt.
Die Landschaft erinnerte mich wieder an Irland oder Schottland, so saftig grün wie alles strahlte. Im Sommer ähnelte dieses Areal aber eher einer Marslandschaft. Einige Flächen waren auch heute noch mit diesem orange-rötlichen Gestein bedeckt.
Die Landzunge besteht aus mehreren Inseln, die Schollen ähnelten, welche so an einander gereiht sind, dass manche schräg im Wasser zu liegen scheinen und uns so einige Auf- und Abstiege bescherten. Die Aussicht war wieder mal wirklich beeindruckend! Nicht nur der Blick auf das Wasser und alle kleinen von den Wellen umspülten Felsen, sondern auch die Nord- und Südküste des Festlandes zu sehen, war wirklich der Hammer.
Für die Instandhaltung der Wege muss man für die touristenreichsten Wanderwege einen kleinen Beitrag zahlen. Dazu muss man auf einer dafür vorgesehen Website einen Gutschein für die jeweilige Route kaufen, den man theoretisch vorzeigen müsste. In unserem Fall entsprach der Betrag 3€; mehrere Schilder wießen darauf hin, aber niemand kontrollierte es. 
Auf dieser Wanderung sollte ich Marie kennenlernen. Marie ist Mitte 50 und macht mit ihrem Mann Dieter eine Art mehrwöchiges Work and Travel auf Madeira. Wir haben uns sehr gut unterhalten und sie konnte mir viel von ihrem Leben, ihrer Arbeit, aber auch ihren Arbeitsstellen und Arbeitsgebern hier auf Madeira erzählen. Außerdem stellte sie mir die Plattform vor, über die sie diese Hosts gefunden hatten und bot mir an, mir deren Kontaktdaten zu vermitteln. 
Bevor wir umdrehten, wurde der Weg noch einmal richtig steil. Wir kraxelten den, bis vor kurzem noch geschlossenen, wirklich brüchigen Geröllberg nach oben und konnten endlich den finalen Ausblick genießen. Danach wären noch zwei kleinere Inseln gefolgt, die man jedoch vom Festland aus nicht betreten kann und darf. So ging es für uns den ganzen Weg wieder zurück. Mittendrin machten wir eine Pause, in der sich Einige in ein kleines Café verzogen, was mit all den Palmen in der Landschaft einer Oase glich, während Andere ins Meer hüpften. Annika, Katharina und ich taten keins von beidem und genossen den Meerblick und unser selbst mitgebrachtes Mittag auf einer Bank. Hier konnten wir das erste Mal seit langen Vögel zwitschern hören; oft waren es kleine, hellgrüne.
Der Rückweg zog sich ziemlich in die Länge, sodass alle erschöpft und zufrieden in den Autos zurück nach Funchal saßen.
Das Merkwürdige: es war die gesamte Wanderung über tatsächlich überhaupt nicht windig, geschweigedenn stürmisch gewesen und das, obwohl wir uns auf so einer großen Freifläche befanden..
Kerstin & Erdmuthe: Ich glaube, ihr hattet einfach wirklich Pech mit dem Wetter 🫠

Seit einigen Tagen bekomme ich immer wieder die Meldung, dass die genutzte Bandbreite dieser Website fast maximal ausgenutzt wird. Aus diesem Grund habe ich mich zusammen mit meinem Dad auf die Suche nach einer alternativen Plattform für meinen Blog begeben. Mein wunderbarer Dad konnte mir eine Domain auf seiner Website einrichten und hat heute angefangen sich in WordPress, einem wirklich tollen Tool für Websitengestaltung, einzuarbeiten. Auch ich habe mir dazu ein bisschen was angesehen, sodass der Blog bis Ende nächster Woche auf dieser neuen Website laufen wird. 
Das Ganze ist ziemlich kompliziert und ein mächtiges Stück Arbeit, weshalb ich meinem Dad umso dankbarer für diese großartige Unterstützung bin, Dankeschön!!  
Es wird sich einiges vom Erscheinungsbild ändern, aber das Prinzip bleibt das Gleiche: Ihr lest jeden Tag, was ich den Tag über so angestellt habe 😉
Der Link folgt dann hier 🙂 

Update: Ich bin gerade kurz nach 0 Uhr nach dem Zähneputzen in mein Zimmer geschlichen, extra ganz leise, damit Basil nicht aufwacht. Ich stehe vor meinem Bett, im Dunkeln, und erschrecke mich fast zu Tode, weil da noch jemand Anderes im Bett über mir liegt! Tja, nun sind wir also zu dritt 😅

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