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Mein erster Arbeitstag

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Reisetag: 020

Um 8 Uhr weckte mich nicht nur mein Wecker sondern auch ein Hahn, der unaufhörlich vor sich hinkrähte. Ich schlüpfte hinaus aus meinem Zelt und gesellte mich zu Valin und Dieter an den Frühstückstisch. Eine große Schale Müsli und selbst gebackenes Bananenbrot sollte mich für meinen ersten Arbeitstag stärken. Boyd hatte sich gewünscht, dass ich Dieter und Marie beim Renovieren des Bungalows unterstütze und so begannen wir drei un kurz nach 9 Uhr mit der Arbeit. Die beiden hatten gemeinsam schon mehrere Häuser gebaut und renoviert und so bekam ich eine kleine Einweisung. Meine Tagesaufgabe war es, die verputzten Wände mit einem Handschleifgerät zu glätten. Um mich vor dem dabei entstehenden Staub zu schützen, bekam ich einen Mundschutz und versteckte meine Haare unter meinem Schlauch-Halstuch, welches ich durch einen einfachen Knoten zu einer Mütze umfunktioniert hatte. Und schon ging die Arbeit los!

Schnell lernte ich, wie ich mit welchen Stellen umzugehen hatte, verbesserte Hier und Da den Putz und kletterte auf Baugestell und Leiter, um alle Ecken zu erreichen. Wir machten immer mal wieder eine kleine Trink- und Bananenpause, bei der wir die Sonne und den Meerblick genossen. Es begann immer mal wieder zu regnen, dennoch war es ein schöner und meist sonniger Tag. Mit Marie und Dieter konnte ich außerdem sehr interessante Gespräche führen, da auch sie durch ihren Glauben eine andere Lebensrealität besitzen. Die beiden sind sehr offen und beantworteten mit Freude all meine Fragen und Anregungen.

Nach etwas über 5 Stunden Arbeit befreiten wir uns alle von einer dicken Putzschicht, indem wir unter die Dusche sprangen und bereiteten uns ein kurzes Mittagessen vor. Im Anschluss machten wir uns, ausgerüstet mit Regenponchos, zu einer kleinen Wanderung hinunter nach Ponta do Sol auf. Wir schlängelten uns an den Plantagen vorbei, genossen den Blick auf den Ozean, durchquerten einige Tunnel und kamen schließlich am berühmten Wasserfall “Cascata dos Anjos” an, welcher auf eine Straße hinabfällt. Einige mutige Touristen trauten sich in Badekleidung unter die mächtigen Wassermassen, während wir nur neugierig fotografierten. Am Strand von Ponta do Sol setzten wir uns in ein wirklich magisches, kleines Café und beobachteten, wie die Sonne im Meer verschwand bis wir uns auf den Heimweg machten, wo uns auch heute ein vorzügliches Abendessen empfangen sollte.

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